Naturschutz- und Landschaftspflegeprojekt Kayna-Süd

Robuste Weidetierrassen

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    Das Beweidungsmanagement ist ein Instrument des Naturschutzes zur Förderung und zum Erhalt von großräumigen, naturnahen Offenlandbiotopen unter den Aspekten eines tragfähigen ökonomischen Konzepts für Landwirte. Ausgehend von den jeweiligen Zielen der betreffenden Naturschutzflächen wird dabei lediglich lenkend in die natürliche dynamische Entwicklung der Landschaft eingegriffen. Es entspricht zwar in seinen Grundzügen der mittelalterlichen Hütenutzung, im Gegensatz dazu wird jedoch mit dem Beweidungsmanagement zielgerichtet und aktiv Biotopschutz und damit auch Artenschutz betrieben.
    Bei den angesiedelten Huftieren handelt es sich um robuste Weidetierrassen, die ganzjährig in geringer Dichte draußen leben und dieser Lebensweise optimal angepasst sind. In besonderem Maße sind dabei von Bedeutung:

    ...   eine Haltung in artgerechten Sozialstrukturen
     
    ...   eine Mischbeweidung mit unterschiedlichen Ernährungstypen (z.B. Pferde, Rinder)
     
    ...   die Einbeziehung möglichst unterschiedlicher Biotopstrukturen wie Gewässer und Gehölze in die Beweidung, um den Huftieren eine saisonal angepasste Habitatnutzung zu ermöglichen
     
    ...   die Beschränkung der Zufütterung auf echte Notzeiten, wie anhaltend hohe Schneelage oder Eisregen
     
    ...   eine maximale Beweidungsdichte von etwa 0.6 GVE/ha (Großvieheinheiten pro Hektar).

    Konik-Wildpferde:

    Koniks