Naturschutz- und Landschaftspflegeprojekt "Kayna-Süd"

Das EU-Vogelschutzgebiet "Bergbaufolgelandschaft Kayna-Süd"

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  • Das EU-Vogelschutzgebiet "Bergbaufolgelandschaft Kayna-Süd"

    Den Südteil des ehemaligen Tagebaugeländes Kayna Süd nimmt auf einer Fläche von 222 ha das Europäische Vogelschutzgebiet SPA0025LSA "Bergbaufolgelandschaft Kayna Süd" ein. Die Gesamtfläche des ehemaligen Tagebaus beträgt ca. 600 ha, davon sind ca. 260 ha Wasserfläche.

    Insgesamt wurden im Bereich der Bergbaufolgelandschaft "Kayna-Süd" bisher mehr als 150 Vogelarten beobachtet, davon zahlreiche Arten, für die gemäß Anhang I der europäischen Vogelschutzrichtlinie spezielle Schutzgebiete auszuweisen sind. Eine erste zusammenfassende Bestandsaufnahme erfolgte in den Jahren 1995/96 im Rahmen eines von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) beauftragten Pflege- und Entwicklungsplanung für das Tagebaurestloch Kayna-Süd (REGIOPLAN, 1996). Zahlreiche der damals im Bereich des Tagebaurestloches und unmittelbaren Umlandes erfassten Vogelarten konnten bei einer Nachkartierung im Jahre 2007 nicht mehr nachgewiesen werden. Die Ursache ist u. a. in der in den vergangenen Jahren verstärkt auftretenden Gehölzsukzession zu sehen, die zu einer starken Verbuschung ehemals vorhandener Offenlandbereiche geführt hat. Damit wurden die Lebensräume vieler wertgebenden Arten stark eingeschränkt.

    Große Schwärme von nordischen Saatgänsen (Anser fabilis) sind in den Zugmonaten auch in der Tagebaufolgelandschaft zu beobachten.