Naturschutz- und Landschaftspflegeprojekt Kayna-Süd

Monitoring des Beweidungsmanagements

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    Spezifische Inhalte

    Auf der gesamten Weidefläche sowie in besonderem Maße im Bereich Referenzflächen werden weidebedingte Strukturänderungen und Wirkungen der Weidetiere auf die betreffenden Biotoptypen erfasst, z.B.

    ...   das Entstehen von Bodenverdichtungsstellen und sonstige Trittbelastungen
     
    ...   die Herausbildung von Weiderasen
     
    ...   die Anlage von Sandbadeplätzen und anderen bevorzugten Liegeplätzen
     
    ...   die Biomasseentnahme und den Verbiss von Gehölzen
     
    ...   die Tagesrhythmik der einzelnen Gruppen (Aktivitätsphasen, Ruhezeiten)
     
    ...   die Nutzung natürlicher Tränkstellen
     
    ...   die eventuelle Beeinträchtigung von Vogelbrutplätzen (z.B. für Bodenbrüter, Röhrichtbrüter, Steilwandbrüter, Gebüschbrüter) u.a.

    Darüber hinaus erfolgt die Untersuchung von Dungproben, die Erkenntnisse über den Gesundheitszustand der Tiere (insbesondere zum eventuellen Befall mit Endoparasiten) im Rahmen veterinärmedizinscher Untersuchungen zulassen: Darüber hinaus wird die Entwicklung der Dungkäferfauna untersucht, die wiederum eine Nahrungsgrundlage für verschiedene Vogelarten bietet.

    Bestandteil der spezifischen Inhalte des Beweidungsmanagements ist auch die Erfassung und Kartierung der Referenzflächen vor und während des Beweidungszeitraums nach anerkannten Methodenstandards. Neben der detaillierten Vegetationserfassung erfolgt ebenfalls die Erfassung der Avifauna sowie weiterer wertgebender Artengruppen wie Lurche und Kriechtiere, Libellen, Heuschrecken und Laufkäfer (unter spezieller Betrachtung der Dungkäfer, s.o.).

    Das Monitoring ermöglicht kurzfristig auf Ergebnisse der Beweidung zu reagieren und die Beweidung an eventuell veränderte Bedingungen anzupassen, z.B. durch Einbeziehung weiterer oder Ausgrenzung von Flächen, durch Erhöhung oder Verringerung der Besatzdichte, durch Veränderung der Zusammensetzung der Weidetiere, durch den Einsatz anderer Weidetierrassen und -arten u.a. Das Beweidungsmonitoring ist somit Grundlage für eine gezielte Steuerung und Anpassung der Beweidung an veränderte und sich verändernde Bedingungen in der Bergbaufolgelandschaft Kayna-Süd. Als erste Ergebnisse des Beweidungsmonitorings wurden z.B. große Teile der empfindlichen Schilfflächen am Ufer des Tagebausees ausgekoppelt.

    Die Ganzjahresbeweidung erfordert auch eine kontinuierliche überwachung der Weidetiere und der Beweidungsergebnisse