Beweidungsmanagement

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    Durch die ganzjährige Beweidung von Naturschutzflächen in Form von großräumigen Standweiden mit geringen Besatzstärken von 0,3 - 0,6 Rindern oder Pferden (Großherbivoren) pro Hektar soll aus der Sicht des Naturschutzes die Entwicklung und Erhaltung von offenen und halboffenen Landschaften mit möglichst geringem Kostenaufwand erreicht werden. Dies erfolgt auf der Basis eines betrieblichen Managementplanes, der auch Voraussetzung für die Teilnahme an Naturschutzförderprogrammen ist. Der geringe Beweidungsdruck und ein wildtierartiges Verhalten der Weidetiere zielen auf folgende Ergebnisse ab:

    ...   Verzögerung bzw. Zurückdrängung der Verbuschung und Offenhaltung der Landschaft; der Verbiss vom Schilf ist nicht erw├╝nscht und wird inzwischen durch entsprechende Abgrenzungen verhindert
     
    ...   Erweiterung der Strukturvielfalt vor Ort durch verschiedene Beweidungsintensitäten durch Schaffung kleinräumig vernetzter Strukturen in Form von Weideresten, Trittstellen, Suhl- und Lagerplätzen
     
    ...   Verbiss von Süß- und Sauergräsern, Disteln, Hochstauden, Schilf sowie Sträuchern, dadurch Förderung konkurrenzschwacher Pflanzenarten
     
    ...   Erhalt des pflanzlichen Artenspektrums in der Regel bei gleichzeitiger Veränderung der Dominanzverhältnisse unter den Pflanzenarten
     
    ...   Erhöhung der qualitativen und quantitativen Vielfalt an Wirbellosen durch die Entstehung einer nischen- und blütenreichen Vegetationsstruktur sowie durch Erweiterung eines ganzjährigen Nahrungsangebotes für koprophage Insekten
     
    ...   Verbesserung der Habitatstruktur für Wirbeltiere durch Entwicklung strukturreicher Lebensräume als Übergangsformen von Vorwaldstadien zu einzelnen Gehölzen, Stauden und Gräsern mit allen Abstufungen der Vegetation
     
    ...   Verbesserung der Nahrungssituation, insbesondere für insektenfressende Wirbeltiere, bei den geringeren Besatzdichten der Weidetiere können auch "Wiesenvögel" erfolgreich brüten, Greifvögel finden ganzjährig ein stetiges Nahrungsangebot an Kleinsäugern, was das Gebiet auch für Wintergäste attraktiv macht.

    Grundsätzliche Zielstellung des Beweidungsmanagements ist letztendlich die Gewährleistung des guten Erhaltungszustandes des EU-Vogelschutzgebietes "Bergbaufolgelandschaft Kayna-Süd" als Lebensraum für Vogelarten nach Anhang I und nach Artikel 4 (2) der der EU-Vogelschutzrichtlinie.

    Verbiss von Gehölzen durch Weidetiere