Naturschutz- und Landschaftspflegeprojekt "Kayna-Süd"

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  • Biotopschutz

    Zum Erhalt bzw. zur Förderung von großflächigen Offenlandbiotopen gemäß den Zielstellungen des EU-Vogelschutzgebietes sowie des Naturschutzgebietes fanden in den Wintermonaten 2010/2011 Entnahmen von Pappeln und Birken in Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden statt.

    Grundsätzlich ist hier anzumerken, dass gerade gehölzfreie Offenlandflächen oder solche mit lediglich geringem Gehölzbewuchs den besonderen Wert des Schutzgebietes ausmachen. Wärmeliebende und konkurrenzschwache Tier- und Pflanzenarten, die ansonsten in der intensiv genutzten Landschaft kaum noch Überlebenschancen haben, finden auf derartigen Sonderflächen noch zusagenden Lebensraum. Doch ohne Nutzung breiten sich Gehölze aus und wertgebende Tierarten verlieren dadurch ihren Lebensraum. Fast alle der erfassten Vogelarten sind auf weitestgehend gehölzfreie oder gehölzarme Lebensräume angewiesen. Der Erhalt solcher Extremstandorte hat daher eine besondere Bedeutung für den Naturschutz. Auf solchen Flächen siedeln sich bevorzugt blütenreiche Pflanzen an, die wiederum Tierarten wie Schmetterlingen oder Wildbienen als Nahrungsgrundlage dienen. Auch Rehwild oder Hasen profitieren von einem vielfältigen Nahrungsangebot, vor allem durch die Aufnahme lebenswichtiger Spurenelemente. Trotz der Entnahme von Gehölzen verbleibt im Gebiet noch genügend Deckung für die Wildtiere.