Naturschutz- und Landschaftspflegeprojekt "Kayna-Süd"

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  • Ausweisung als Naturschutzgebiet

    Mit Verordnung v. 06.11.2010 wurden im Burgenlandkreis und im Saalekreis insgesamt ca. 350 ha als Naturschutzgebiet "Bergbaufolgelandschaft Kayna Süd" (NSG0253) unter Schutz gestellt. Das Naturschutzgebiet schließt das EU-Vogelschutzgebiet mit ein.

    Die Unterschutzstellung erfolgte, weil sich die Bergbaufolgelandschaft inzwischen zu einem bedeutenden Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten entwickelt hat.

    Der Struktur- und Artenreichtum der Bergbaufolgelandschaft ergibt sich vor allem aus dem kleinräumigen Wechsel der einzelnen Standortbedingungen mit unterschiedlichsten Nährstoff- und Feuchtigkeitsgraden, die eine hohe Biodiversität hervorrufen. Auch verschiedene Orchideenarten konnten sich hier bereits ansiedeln. Bereiche der Uferzone des Tagebaurestsees mit dem Röhrichtgürtel sollen im NSG einer ungestörten Entwicklung überlassen bleiben.

    Außerhalb der Erstaufforstungsflächen der westlichen Außenkippe wird auf einem Großteil des Naturschutzgebietes ein Beweidungsmanagement zur Offenhaltung durchgeführt; eine sonstige Beeinflussung der Vegetationsentwicklung soll jedoch ausgeschlossen werden.
    Im Naturschutzgebiet ist eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt mit zahlreichen bestandsbedrohten Vogel-, Reptilien- und Insektenarten (insbesondere Vertretern von trockenen Extremstandorten) zu finden.
    An den Gewässern hingegen kommen stark gefährdete Libellenarten sowie eine individuenreiche Rohrsängerpopulation vor. Darüber hinaus haben die Röhrichte und die freien Wasserflächen große Bedeutung für zahlreiche Zugvogelarten. Der teilweise zum Naturschutzgebiet gehörende Tagebausee ist ein geeignetes Rastplatz- und Nahrungshabitat für zahlreiche Wasservögel, darunter verschiedene bestandsbedrohte Arten und Arten des Anhangs I sowie nach Art. 4 Abs. 2 der Vogelschutzrichtlinie.

    Zur Gewährleistung der Schutzziele ist es unbedingt erforderlich, das Verbot des Betretens, Reitens und Befahrens außerhalb der vorhandenen Wege zu beachten, außerdem das Befahren und Anlanden mit Wasserfahrzeugen aller Art in dem vom Naturschutzgebiet eingeschlossenen Seebereich (siehe beigefügte Karte des NSG). Hunde sind im gesamten Naturschutzgebiet an der Leine zu führen.